LIVERPOOL, ENGLAND - SEPTEMBER 26: Daniel Sturridge of Liverpool (right) celebrates after he scores his sides first goal during the Carabao Cup Third Round match between Liverpool and Chelsea at Anfield on September 26, 2018 in Liverpool, England. (Photo by Jan Kruger/Getty Images)

Daniel Sturridge – Ein neues Kapitel

Daniel Sturridge ist wieder in Liverpool angekommen und in aller Munde. Als Joker gegen Chelsea eingesetzt sicherte ein Weltklasse-Tor kurz vor Abpfiff den Reds einen wichtigen Punkt im Titelkampf.

Zwei Tage vor seinem sehenswerten Treffer sprach der Club mit Daniel Sturridge über seine Zeit in Liverpool und seine Zukunft. Es begann in der Pre-Season mit sechs Treffern und Einsätzen in allen neun Freundschaftsspielen. Diese gute Leistung zeigte Jürgen Klopp, dass mit Daniel Sturridge diese Saison zu rechnen ist.

Liverpool’s German manager Jurgen Klopp (R) talks with Liverpool’s English striker Daniel Sturridge as he is about to come on during the English Premier League football match between Liverpool and Manchester City at Anfield in Liverpool, north west England on October 7, 2018. (Photo by Paul ELLIS / AFP)

Die Tore gegen West Ham United am ersten Spieltag und gegen Paris Saint-Germain waren ein gutes Zeichen dafür, dass er da ist wenn er gebraucht wird.

„Egal welche Entscheidung der Manager trifft, er ist der Boss. Egal welches Team er aufstellt, du musst dein Bestes geben, egal ob es nur fünf Minuten sind oder ob du von Beginn an spielst. Es geht darum immer 100% zu geben, egal wie viele Minuten du spielst.“

Ich blicke nicht zurück

„Ich geniesse hier jede Minute – die Höhen und Tiefen des Spielens und Nicht-Spielens, des Erfolgreich sein und des Scheiterns. Der ganze Verlauf meiner Karriere hier in Liverpool war gut.  Es wird aber Zeit, dass wir etwas gewinnen. Ich möchte hier nicht irgendwann gehen und keine Trophäe in die Luft gehoben haben.“

„Ich möchte nicht in die Vergangenheit blicken und mich ärgern, dass wir damals den Titel nicht geholt haben. Natürlich tut es weh, aber jetzt beginnt eine neue Saison mit neuen Chancen. Ich möchte die Erwartung nicht unnötig hochschrauben, aber das Team und ich glauben daran. Die Fans glauben daran, dass diese Saison etwas passiert.“

Jordan Henderson und Daniel Sturridge sind schon lange dabei

Daniel Sturridge und Jordan Henderson sind die beiden dienstältesten Spieler im Kader. Der Ausnahmestürmer spielt schon seit sechs Jahren für Liverpool.

„Das ist verrückt. Es kommt mir gar nicht so lange vor, du weißt nie was im Fußball passiert. Aber das hier ist mein zu Hause.“

LIVERPOOL, ENGLAND – AUGUST 07: (THE SUN OUT, THE SUN ON SUNDAY OUT) Daniel Sturridge of Liverpool celebrates after scoring the third goal during the Pre-Season friendly match between Liverpool and Torino at Anfield on August 7, 2018 in Liverpool, England. (Photo by Andrew Powell/Liverpool FC via Getty Images)

West Bromwich Albion: Ein Abstecher in die Heimat

Für Daniel ist zwar Liverpool sein zu Hause geworden, seine wirkliche Heimat liegt aber in Birmingham. Deswegen war die Leihe zu West Bromwich Albion für ihn eine gute Möglichkeit seiner Familie nah zu sein.

„Ich hatte das Gefühl, dass es so sein sollte. Ich wollte meine Familie nah bei mir haben. Ich kehrte nach über zehn Jahren wieder in meine Heimatstadt zurück. Es war ein willkommener Klimawechsel für mich. Ich genoss die Zeit bei West Bromwich Albion und bereue es nicht.“

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Das verpasste Champions League Finale

„Wenn man im Kopf in der Vergangenheit ist dann lebt man auch dort. Man muss mit diesen Entscheidungen leben auch wenn man sie vielleicht bereut. Ich hätte mich sehr für die Jungs gefreut. Ich war sehr Niedergeschlagen als Sie verloren haben.“

„Ich werde nicht zurück schauen und mir vorstellen wie es gewesen wäre, wenn ich mitgespielt hätte. Mir ging es gut in Birmingham und ich bereue nichts. Ich wollte schon immer ein professioneller Fußballer sein. Warum sollte ich mir andere Gedanken machen. Ich genieße den Sport. Das ganze Hintergrundrauschen ist egal – mir geht es nur um den Spaß auf dem Fußballplatz.“

Rollenverteilung

„Die Position, die ich jetzt spiele unterscheidet sich von meiner alten Rolle. In der Vergangenheit war ich eher eine Nr. 9, jetzt sehe ich mich mehr als eine Nr. 10.“ erklärt Daniel Sturridge (67 Tore in 140 Spielen) seine neue Rolle.

LIVERPOOL, ENGLAND – SEPTEMBER 18: Daniel Sturridge of Liverpool celebrates after scoring his team’s first goal during the Group C match of the UEFA Champions League between Liverpool and Paris Saint-Germain at Anfield on September 18, 2018 in Liverpool, United Kingdom. (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Gute Chancen auf einen Titel

Daniel Sturridge wählt seine Worte mit bedacht: „Wir wollen den Punkt erreichen, wo wir in der Lage sind etwas zu gewinnen. Das ist unser Ziel. Wenn man einmal eine Trophäe in die Luft hebt, hofft man auf einen Domino Effekt.“

„Ich fühle mich wie ein Gewinner. Ich habe in der Vergangenheit Titel gewonnen. Jetzt sind wir in der Zukunft. Ich möchte etwas mit Liverpool gewinnen. Wir hatten unsere Chancen und waren in einigen Endspielen. Ein Sieg in einem Finale würde uns auf das nächste Level heben.“

„Es gibt keinen Grund sich Sorgen zu machen. Wir haben einen großartigen Kader, einen großartigen Manager, die Mitarbeiter sind motiviert und die Fans sind phänomenal. Was will man mehr?“

LIVERPOOL, ENGLAND – AUGUST 29: (THE SUN OUT, THE SUN ON SUNDAY OUT) Virigl van Dijk, Curtis Jones, Andy Robertson and Daniel Sturridge of Liverpool baking a cake as a forfeit for losing a tournament during training, at Melwood Training Ground on August 29, 2018 in Liverpool, England. (Photo by Andrew Powell/Liverpool FC via Getty Images)

„Wir müssen jedes Spiel fokussiert angehen. Jedes Spiel ist wichtig, jedes Spiel ist ein Finale. Wenn man die Liga gewinnen will ist Konstanz der Schlüssel. Vor allem, wenn wir zu Weihnachtszeit sehr viele Spiele am Stück haben. Hier können wir viel gewinnen, aber auch eine Menge verlieren. Die Monate Januar und Februar werden sehr wichtig sein.“

Es wird auch Spiele geben, in denen wir keine gute Leistung bringen, aber das sind die Spiele in denen wir trotzdem irgendwie Punkte machen müssen. Manchmal muss man dreckig gewinnen. Die meiste Zeit gewinnen wir auf eine schöne Art und Weise aber manchmal muss ein schmutziger Sieg her.“

Die Erfahrung hilft uns weiter

„Wir haben noch ein paar Tricks in der Hinterhand die wir noch nicht einsetzen mussten. Aber die Erfahrung, die wir die letzen Jahre gemacht haben, hat uns soweit gebracht. Die Jungs haben im Champions League Finale erfahren was dazu gehört so ein Spiel zu gewinnen. Ich habe das Gefühl solche Erfahrungen sind wichtig für den Erfolg.“

LIVERPOOL, ENGLAND – OCTOBER 28: (THE SUN OUT, THE SUN ON SUNDAY OUT) Daniel Sturridge of Liverpool celebrates after scoring the opener during the Premier League match between Liverpool and Huddersfield Town at Anfield on October 28, 2017 in Liverpool, England. (Photo by John Powell/Liverpool FC via Getty Images)

Seine Verbindung zu den Fans

„Als Fußballer befinden wir uns in einer Position mit bestimmten Privilegien. Wir können uns Dinge leisten und die Leute treten uns die meiste Zeit mit Respekt entgegen. Ich sehe das alles nicht als Selbstverständlich, da ich aus einer Gegend komme wo ich solche Vorteile nicht genießen konnte. Alle diese Dinge machen mich zu dem wer ich bin. Ich war einer von Ihnen. Mit meinem Vater oder Großvater habe ich mir viele Spiele angeschaut.“

„Die Wohltätigkeitsarbeit, Trikots an Fans weitergeben, Autogramme unterschreiben und mit den Leuten sprechen. Es sind die kleinen Dinge die einem anderen das Leben besser machen. Ich habe das Gefühl, dass ich den Leuten damit helfe. Ich mag es mit den Fans in Kontakt zu treten und sie glücklich zu machen.“

„Ich bin sehr dankbar für die Liebe die mir die Fans und die Stadt geben. Sie empfangen hier nicht jeden mit offenen Armen. Der Verein und die Fans sind leidenschaftlich. Ich empfinde sehr viel Respekt für den Verein. Es ist ein Verein für die Familie.

„Ich bin sehr dankbar für die Liebe die ich hier bekomme und freue mich auf die Zukunft“

David Górny
Fan seit 2010, das Jahr in dem die Trainerlegende Roy Hodgson bei Liverpool für Angst und Schrecken sorgte. Hat immer eine Handbreit Kaffee unter dem Kinn. Hört gerne Heavy Metal und steht deswegen auch auf den Heavy Metal Fußball von Jürgen Klopp. Wenn er mal tanzt, dann nur den "Studge".