Am Sonntag konnte Liverpool die 232. Ausgabe des Merseyside Derbys in Extremis für sich entscheiden. Für Linksverteidiger Andy Robertson ist klar, weshalb die Mannschaft siegreich aus dem Duell hervorging.

Liverpool biss sich gegen ein starkes Everton lange Zeit die Zähne aus und liess zahlreiche Chancen liegen. Erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit folgte die Erlösung, die Anfield zittern liess.

Als Held des Tages ging dabei überraschend Divock Origi hervor. Der Belgier schaffte es, nach einem Fehler von Toffees-Keeper Jordan Pickford die Kugel über die Linie zu drücken und so das Spiel für sich zu entscheiden.

Andy Robertson freut sich nach dem Schlusspfiff über den Sieg. Gleichzeitig analysiert er auch und weiss genau, weshalb seine Mannschaft dieses Spiel gewinnen konnte.

„Was für ein Ende. Er konnte schnell reagieren. Ich weiss nicht genau, ob er wirklich weiss, was er getan hat, aber er hat den Ball über die Linie gebracht und wir haben gewonnen“, meinte der Schotte im Anschluss an die Partie.

„Wir wussten, dass es gegen dieses neue Everton schwierig werden würde. Ich kenne den Trainer gut und weiss, dass er seine Mannschaften sehr gut auf den Gegner einstellen kann. Aber auch wir haben niemals aufgegeben und so am Ende den Lohn dafür erhalten.“

„Man City hatte den Vorteil, zuerst zu spielen. Sie haben gewonnen und wir wollten nicht, dass sie zu weit davonziehen. Jetzt bleiben wir ihnen auf den Fersen – ein weiterer wichtiger Sieg für uns.“

Robertson: „Origi war einfach nur brillant“

Liverpool’s Scottish defender Andrew Robertson (L) clashes with Everton’s Brazilian striker Richarlison (C) as Liverpool’s Dutch midfielder Georginio Wijnaldum (R) tries to keep the peace during the English Premier League football match between Liverpool and Everton at Anfield in Liverpool, north west England on December 2, 2018. (Photo by Oli SCARFF / AFP)

Robertson hatte am Ende auch noch viel Lob für Origi übrig. Dieser habe trotz einem Mangel an Spielzeit niemals aufgegeben und immer weiter gekämpft.

„Divock hat kaum gespielt, aber als er eingewechselt wurde, war er einfach nur brillant. Er hat ihre Defensive in Grund und Boden gerammt. Genau darum geht es bei uns in der Mannschaft – wir haben endlich die Tiefe und können manche Spieler überaschend einsetzen“, fügte der Linksverteidiger an.

„Natürlich war er in den vergangenen Wochen immer wieder frustriert, weil er nicht spielen konnte. Jeder Spieler wäre an seiner Stelle frustriert und ich verstehe das auch. Aber dann wird er eingewechselt und macht so etwas, einfach nur stark.“

„Dass die Fans am Ende seinen Namen gesungen haben, war mehr als nur verdient. Er hatte eine schwierige Zeit und konnte jetzt im Derby treffen, das ist ein unglaubliches Gefühl für ihn.“

„Ich bin mir sicher, dass er dadurch eine Menge Selbstvertrauen tanken konnte. Uns hilft das enorm und ich hoffe, dass er in den kommenden Wochen auch auf dem Feld zeigen darf, was er wirklich kann.“

Seitdem Sven die Reds im Jahr 2012 mehr zufällig bei einem Premier League-Spiel am Fernseher entdeckte, sitzt er bei jedem Spiel des LFC vor dem Flachbildschirm und drückt dem besten Team der Welt die Daumen - und schreibt nebenbei auch noch Artikel für die LFC Familie.