Im letzten Spiel vor Weihnachten gewinnt Liverpool gegen Wolverhampton mit 2-0. Die Mannschaften lieferten sich dabei einen harten Kampf um jeden Ball.

Liverpool gewann das Spiel im Molineux Stadium gegen stark kämpfende Wolverhampton Wanderers mit 2-0. Beide Teams lieferten sich im strömenden Regen einen harten Kampf um jeden Ball.

Mohamed Salah brachte die Reds früh in Führung, die Wolves verpassten vor dem Pausentee mehrere Chancen zum Ausgleich. In der zweiten Halbzeit neutralisierten sich die beiden Mannschaften gegenseitig, erst kurz vor Schluss erhöhte Virgil van Dijk noch auf den 2-0 Endstand.

Wir haben genau hingesehen und die Partie unter die Lupe genommen…

Harter Kampf um jeden Ball

WOLVERHAMPTON, ENGLAND – DECEMBER 21: Romain Saiss of Wolves skips past the tackle of James Milner of Liverpool during the Premier League match between Wolverhampton Wanderers and Liverpool FC at Molineux on December 21, 2018 in Wolverhampton, United Kingdom. (Photo by David Rogers/Getty Images)

Was die Wolves und die Reds am Freitagabend zeigten, war ein richtiger Kampf. Trotz der vermeintlich deutlichen Ausgangslage liessen sich die Gastgeber nicht unterkriegen und zeigten von Beginn weg, dass sie nicht einfach so in der Premier League spielen.

Mit schnellen Gegenstössen und einem nahezu perfekt funktionierenden Umschaltspiel wurde Alisson zwischen den Pfosten immer wieder getestet. Lediglich den schwachen Abschlüssen der Wolves war es am Ende zu verdanken, dass Liverpool den Sieg mitnehmen konnte.

Fussballerisch war das Spiel sicherlich nicht das Gelbe vom Ei. Für den neutralen Zuschauer dürfte es dennoch eine sehenswerte Partie zwischen zwei kämpferischen Mannschaften gewesen sein.

Strömender Regen führt zu vielen Missgeschicken

WOLVERHAMPTON, ENGLAND – DECEMBER 21: Liverpool manager Jurgen Klopp reacts during the Premier League match between Wolverhampton Wanderers and Liverpool FC at Molineux on December 21, 2018 in Wolverhampton, United Kingdom. (Photo by David Rogers/Getty Images)

In England regnet es bekanntlich viel und oft. Doch was an diesem Freitagabend über der Insel niederging, glich eher einem Wolkenbruch als einem üblichen englischen Regen.

Entsprechend schwierig waren auch die Bedingungen, mit denen die Spieler zu kämpfen hatten. Während die Stürmer von schnellen Bällen profitieren konnten, hatte vor allem die Abwehr Mühe mit dem nassen Rasen. Innenverteidiger Dejan Lovren rutschte in den Zweikämpfen immer wieder aus und auch andere Spieler hatten Mühe.

Am Ende ging alles gut, verletzte Spieler gab es dank der sehr fairen Spielweise beider Mannschaften glücklicherweise nicht. Lediglich Naby Keita musste ausgewechselt werden, was allerdings nicht in einem Zweikampf passierte.

Spielerische Missgeschicke waren dennoch vorprogrammiert. Ein verlorener Ball hier, ein Ausrutscher dort… auch damit müssen Teams zurecht kommen.

Van Dijk ist überall

Liverpool’s Egyptian midfielder Mohamed Salah (L) runs to leap into the arms of Liverpool’s Dutch defender Virgil van Dijk as he celebrates after scoring the opening goal of the English Premier League football match between Wolverhampton Wanderers and Liverpool at the Molineux stadium in Wolverhampton, central England on December 21, 2018. (Photo by Geoff CADDICK / AFP)

Kein Spieler war gegen die Wolverhampton Wanderers so präsent wie Virgil van Dijk.

Der Innenverteidiger zeigte nach vielen souveränen Leistungen in der vergangenen Woche einmal mehr ein einwandfreies Spiel und sorgte vor allem in der Defensive für Stabilität. Dank seinen starken Zweikämpfen und den schnellen Läufen kam Wolverhampton kaum zu gefährlichen Abschlüssen.

Und als sei die defensive Leistung noch nicht genug, zog der Niederländer kurz vor Schluss einfach mal los und erzielte nach einem satten Abschluss sein erstes Premier League-Tor seit zwei Jahren.

In der aktuellen Form scheint van Dijk unbezwingbar. Kein Wunder, gehört er mittlerweile zu den wohl besten Innenverteidigern der gesamten Liga.

Keita scheitert an sich selbst

Wolverhampton Wanderers‘ Moroccan midfielder Romain Saiss (L) vies with Liverpool’s Guinean midfielder Naby Keita (R) during the English Premier League football match between Wolverhampton Wanderers and Liverpool at the Molineux stadium in Wolverhampton, central England on December 21, 2018. (Photo by Geoff CADDICK / AFP)

Auf der anderen Seite der Bewertung steht Naby Keita. Der Neuzugang erlebte im Molineux kein gutes Spiel und wurde in der zweiten Halbzeit sogar verletzt ausgewechselt.

Der Mittelfeldspieler kam den ganzen Abend über nie auf Tempo und verlor die Bälle früh und unnötig. Immer wieder fiel der Spieler hin und forderte lautstark einen Pfiff des Schiedsrichters, der allerdings in den seltensten Fällen kam.

Am auffälligsten war der 23-Jährige, als er einen katastrophalen Rückpass direkt in die Füsse eines gegnerischen Angreifers spielte. Der Fehler führte beinahe zu einem Gegentor, glücklicherweise konnte Alisson dieses in letzter Sekunde verhindern.

In den vergangenen Spielen zeigte Keita immerhin bereits erste Anzeichen seines Könnens, am Freitag erlitt er einen Rückschlag. Grund für eine allfällige Panik ist dies allerdings noch lange nicht.

Liverpool steht an Weihnachten ganz oben

Liverpool’s German manager Jurgen Klopp (L) celebrates with Liverpool’s Brazilian goalkeeper Alisson Becker (C) on the pitch after the English Premier League football match between Wolverhampton Wanderers and Liverpool at the Molineux stadium in Wolverhampton, central England on December 21, 2018. – Liverpool won the game 2-0. (Photo by Geoff CADDICK / AFP)

Am Ende zählt trotz der durchwachsenen Leistung nur das Resultat. Liverpool gewinnt gegen die Wolves mit 2-0 und sichert sich damit drei weitere Punkte.

Die Reds bleiben über die Festtage an der Spitze der Premier League und bauen ihren Vorsprung auf Manchester City auf vorerst vier Punkte aus. Die Citizens stehen allerdings erst am Samstag gegen Crystal Palace im Einsatz und können dann wieder Boden gutmachen.

Auf den Drittplatzierten Tottenham sind es immerhin bereits elf Zähler Vorsprung. Dass Liverpool zu Weihnachten so gut dabei sein würde, hätte sich vor der Saison wohl kaum ein Fan gedacht.

Liverpool als Titelkandidat? Alles scheint möglich…