Vergangene Woche verliessen sowohl Nathaniel Clyne als auch Dominic Solanke Liverpool in Richtung Bournemouth. Laut Trainer Jürgen Klopp machen die beiden Wechsel Sinn. 

Sowohl Nathaniel Clyne als auch Dominic Solanke verliessen Liverpool am Freitag in Richtung Bournemouth. Während Clyne bis Ende der Saison an der Südküste spielen wird, unterzeichnete Solanke einen Vertrag über fünf Jahre bei den Cherries.

Beide Spieler kamen bin der bisherigen Saison kaum zum Einsatz. Während Solanke noch keine Spielminute absolvieren durfte, war Clyne auf seltene Einsätze von der Bank aus beschränkt. Für ihn sei deshalb schnell klar gewesen, dass er die beiden Spieler gehen lassen würde, meinte Trainer Jürgen Klopp.

„Das ist natürlich das Problem am Fußball. Auf der einen Seite ist es ein Geschäft, auf der anderen Seite müssen wir uns um die Leute und ihre aktuelle Situation kümmern“, erklärte Klopp am Freitag das Dilemma.

„Für Dom war klar, dass ein Wechsel die einzig richtige Lösung ist. Er hatte auch ein wenig Pech, wenn wir für ihn Platz gehabt hätten, dann war er verletzt. Als er wieder fit war, hatten wir unsere Mannschaft bereits mit anderen Optionen wieder aufgefüllt. Natürlich hat er gut trainiert, aber er kann sein Selbstvertrauen auch nicht ewig aufrecht erhalten, ohne zu spielen. Er hatte schon bei Chelsea nicht viel gespielt, darum muss er jetzt umso mehr zum Einsatz kommen.“

CHESTER, ENGLAND – JULY 07: Dominic Solanke of Liverpool during the Pre-season friendly between Chester FC and Liverpool on July 7, 2018 in Chester, United Kingdom. (Photo by Lynne Cameron/Getty Images)

„Bournemouth hat ein sehr gutes Angebot vorgelegt und wir denken, für ihn ist es eine sehr gute Chance. Hätte es im kommenden halben Jahr eine Chance gegeben, dass er bei uns mehr spielt? Vielleicht, ja. Wir wollen auch in der Zukunft junge Spieler unter Vertrag nehmen und dann hier behalten, aber wir wollen sie auch nicht in ihrer Entwicklung blockieren. Er hat ein gutes Angebot bekommen und wir sicherlich viel spielen.“

„Bei Clyney gestaltet sich die Situation ein wenig anders. Es ist immer gut, einen solchen Spieler als Option zu haben. Als ich hierher kam, spielte Clyney gefühlt jedes Spiel über 90 Minuten durch. Er war ein sehr wichtiges Mitglied der Mannschaft und hat dem Team sehr geholfen.“

„Danach zog er sich eine Verletzung zu und keiner wusste, wie lange er ausfallen würde. Es hat lange gedauert und in der Zwischenzeit hat sich das Team stark gewandelt. Joe Gomez war wieder fit und Trent Alexander-Arnold schaffte den Sprung. Dass wir ihn als Option haben, ist schön und gut, aber er muss auch in seinem Alter mehr spielen.“

LIVERPOOL, ENGLAND – JANUARY 01: (THE SUN OUT,THE SUN ON SUNDAY OUT) Nathaniel Clyne of Liverpool during a training session at Melwood Training Ground on January 1, 2019 in Liverpool, England. (Photo by John Powell/Liverpool FC via Getty Images)

„Er will mehr spielen, das wussten wir alle. Als er zu mir kam und mich fragte, ob er eine Weile Wechseln dürfe, sagte ich sofort zu. Wir haben andere Spieler, andere Optionen und viele junge Spieler, die von hinten her nachrücken. Für mich passt es.“

„Natürlich kann man einen Spieler immer behalten, aber ihn auch richtig zu behalten und ihm die nötige Praxis zu geben, ist nicht immer einfach. Die Spieler müssen mehr spielen als Clyney in den letzten beiden Jahren. Dass beide Spieler jetzt in Bournemouth gelandet sind, ist allerdings mehr ein Zufall.“

Seitdem Sven die Reds im Jahr 2012 mehr zufällig bei einem Premier League-Spiel am Fernseher entdeckte, sitzt er bei jedem Spiel des LFC vor dem Flachbildschirm und drückt dem besten Team der Welt die Daumen - und schreibt nebenbei auch noch Artikel für die LFC Familie.