In der dritten Runde des FA Cups scheidet Liverpool gegen die Wolverhampton Wanderers mit 1-2 aus. Trainer Jürgen Klopp verteidigt die vielen Rotationen in der Startelf. 

Liverpool musste sich in der dritten Runde im FA Cup gegen die Wolverhampton Wanderers mit 1-2 geschlagen geben. Raul Jimenez traf nach etwas mehr als zehn Minuten zur frühen Führung für die Gastgeber, Divock Origi glich in der zweiten Halbzeit aus. Kurz darauf konnte Ruben Neves mit einem sensationellen Weitschuss die Führung wieder herstellen.

Xherdan Shaqiri traf kurz vor Ablauf der Spielzeit nach einem Freistoss noch den Pfosten, am Ende reichte es aber nicht mehr für den Ausgleich. Stattdessen verabschiedet sich Liverpool bereits in der dritten Runde aus dem englischen Pokal.

Trainer Jürgen Klopp nahm im Vergleich zum vergangenen Spiel neun Wechsel in der Startformation vor. Nach nur fünf Minuten musste der Deutsche gar den nächsten Wechsel vornehmen, als sich Dejan Lovren verletzte. Sein Platz nahm der erst 16-jährige Ki-Jana Hoever ein.

Nach der Niederlage verteidigte Klopp seine Rotationspolitik und meinte, die Wechsel seien nach den vergangenen Wochen absolut notwendig gewesen. Einige der Wechsel seien erst sehr spät vorgenommen, meinte der Übungsleiter.

WOLVERHAMPTON, ENGLAND – JANUARY 07: Jurgen Klopp manager of Liverpool during the Emirates FA Cup Third Round match between Wolverhampton Wanderers and Liverpool at Molineux on January 7, 2019 in Wolverhampton, United Kingdom. (Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

„Wir haben die Wechsel aus verschiedensten Gründen vorgenommen. Nach dem Spiel gegen Manchester City hatten wir einige Spieler, die krank waren und darum nicht dabei sein konnten. Das kommt in dieser Jahreszeit alles vor“, sagte Klopp gegenüber den Medien im Molineux.

„Einige der Spieler konnten in der Partie gegen City nicht einmal dabei sein, sie hatten keine Chance. Die meisten der Jungs, die gegen die Wolves nicht dabei waren, hatten kleinere Probleme, ausser Alisson. Darum mussten wir auch noch einige späte Wechsel vornehmen.“

„Am Sonntag waren Adam Lallana und Jordan Henderson noch in unsere Pläne involviert, Dejan hingegen nicht. Wir wollten ihn eigentlich nur auf der Bank haben, doch dann passieren halt gewisse Dinge. Natürlich half uns seine Verletzung auch nicht besonders, wir mussten weitere Wechsel vornehmen.“

„Wollten gar nicht so viele Wechsel vornehmen“

Klopp erklärte, dass der ursprüngliche Spielplan aufgrund der schwierigen Witterungsbedingungen schnell begraben werden musste. Nach einigen Umstellungen in der Pause habe das Spiel dann allerdings deutlich besser funktioniert, meinte der Trainer.

„Vor allem in der Defensive waren wir komplett neu aufgestellt, daher wäre es eigentlich wichtig gewesen, dass wir das Spiel kontrollieren. In einem solchen Fall macht es Sinn, dass du den Ball vorwiegend in den eigenen Reihen behältst. Am Ende hatten viele Spieler Mühe, den Ball zu kontrollieren, vor allem auch wegen dem starken Wind. Sowohl sie als auch wir haben eine Menge Bälle verloren, sie konnten am Ende in der ersten Halbzeit mehr daraus machen.“

WOLVERHAMPTON, ENGLAND – JANUARY 07: Liverpool Manager Jurgen Klopp leaves the pitch after his side lost the Emirates FA Cup Third Round match between Wolverhampton Wanderers and Liverpool at Molineux on January 7, 2019 in Wolverhampton, United Kingdom. (Photo by Michael Regan/Getty Images)

„In der zweiten Halbzeit sind wir neu gestartet und wollten besser in das Spiel kommen. Wir haben ein Tor geschossen, dann kam Neves mit einem netten Schuss aus der Distanz. Wir haben dann die Latte getroffen, das Spiel war gelaufen. Als wir Mohamed Salah und Roberto Firmino gebracht haben, sah das Ganze noch einmal ein bisschen anders aus.“

„Die Intensität der letzten Spiele hat allerdings gezeigt, dass ein Einsatz von Beginn weg für die drei Offensivspieler niemals in Frage gekommen wäre. Dejan hat in den vergangenen Wochen ebenfalls praktisch alle Spiele absolviert und war darum eigentlich nicht mit eingeplant. Am Ende hat er gespielt und sich verletzt, genau wie Henderson am Sonntag.“

„Das ist unsere aktuelle Situation, cool ist das natürlich nicht. Aber man sieht, dass wir ursprünglich eigentlich gar nicht so viele Wechsel vornehmen wollten, wie wir es am Ende getan haben. Das ist die Geschichte dieses Spiels.“