Nach dem Aus im FA Cup kehrt Liverpool wieder in den Ligaalltag zurück. Trainer Jürgen Kopp lieferte vor dem Spiel einen Ausblick auf die Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte. 

Liverpool kehrt am Samstag wieder in den Alltag der Premier League zurück. Nach zwei Niederlagen in Folge möchte die Mannschaft beim Auswärtsspiel gegen Brighton am Wochenende wieder in die Siegesstrasse finden.

Am vergangenen Montag mussten die Reds gegen Wolverhampton das Aus im FA Cup hinnehmen. Mehrere Verletzungen beeinflussten die Mannschaft von Jürgen Klopp dabei stark, insgesamt neun Wechsel nahm der Trainer für das Pokalspiel vor. Ausserdem spielten manche Spieler auf einer ungewohnten Position.

Für Klopp ist dennoch klar, dass die Wechsel am Montag dringend notwendig gewesen seien. Die Mannschaft sei derzeit nicht besonders groß und es brauche jeden einzelnen Spieler, meinte der Boss vor dem Spiel gegen Brighton.

„Wir mußten für das Spiel gegen die Wolves einige Wechsel vornehmen. Die Spieler, die am Montag nicht gespielt haben, waren entweder angeschlagen, verletzt oder haben alle Spiele im Dezember bestritten. Bei Dejan Lovren haben wir gesehen, dass ein weiterer Einsatz ein sehr großes Risiko ist.“

„Unser aktuelle Situation ist nicht einfach. Wir haben derzeit nicht so viele Spieler im Training, manche Jungs fehlen auch nur für kurze Zeit. Wahrscheinlich wird die Frage kommen, wie es mit den Innenverteidigern aussieht, auch dort ist die Situation derzeit nicht so toll. Wahrscheinlich sieht es in zwei Wochen wieder ganz anders aus.“

„Ich kann nicht heute eine Entscheidung fällen, die ich in zwei Wochen bereue. Derzeit müssen wir wirklich alles sehr genau planen.“

WOLVERHAMPTON, ENGLAND – JANUARY 07: Liverpool Manager Jurgen Klopp leaves the pitch after his side lost the Emirates FA Cup Third Round match between Wolverhampton Wanderers and Liverpool at Molineux on January 7, 2019 in Wolverhampton, United Kingdom. (Photo by Michael Regan/Getty Images)

„In einer normalen Saison ist es immer so: Wer mit den Problemen am besten zurechtkommt, wird am meisten Erfolg haben. Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder Probleme und kamen damit gut zurecht, jetzt haben wir andere Probleme und versuchen ebenfalls, damit zurecht zu kommen. Am Wichtigsten ist, dass wir Fußball spielen und das Potenzial der Jungs so gut wie möglich ausschöpfen.“

„Darum arbeiten wir auch an verschiedenen Dingen, beispielsweise unterschiedlichen Spielsystemen. Ich hoffe sehr, dass wir in den kommenden Wochen ein mehr oder weniger normales Training haben, wir wollen in der Champions League bleiben. Am Ende müssen wir die Spieler nutzen, die uns zur Verfügung stehen.“

„Wollen die Dinge nicht verkomplizieren“

Klopp sprach ausserdem über die Möglichkeit, verschiedene Spieler auf anderen Positionen spielen zu lassen. So trat Fabinho am vergangenen Montag als Innenverteidiger statt wie gewohnt im defensiven Mittelfeld an.

Der Übungsleiter meinte, dass dies durchaus auch eine Option für das Spiel gegen Brighton sei. Dennoch wolle er die Dinge nicht verkomplizieren und die Jungs wenn möglich auf ihren angestammten Positionen spielen lassen.

„Wenn man sich Fabinho ansieht, ist das durchaus eine Möglichkeit. Er hat bereits als Innenverteidiger gespielt und wir nehmen solche Pläne auch im Training vor. Aber mit zu vielen Informationen verkompliziert man die Dinge am Ende unnötig“, meinte der Deutsche weiter.

LIVERPOOL, ENGLAND – DECEMBER 16: Fabinho of Liverpool in action while under pressure from Jesse Lingard of Manchester United during the Premier League match between Liverpool FC and Manchester United at Anfield on December 16, 2018 in Liverpool, United Kingdom. (Photo by Clive Brunskill/Getty Images)

„Der Unterschied vom defensiven Mittelfeld zum Innenverteidiger ist schon groß, mit Ball ist die Position praktisch identisch, aber ohne Ball hat man keine Linie mehr hinter sich. Trotzdem müssen die Jungs für so etwas bereit sein, dann ist auch alles gut.“

„Die Spieler haben ja noch Unterstützung von den anderen Spielern, ein Spieler entscheidet selten ein Spiel. Vor allem in der Defensive ist es sehr wichtig, dass man von seinen Kollegen noch Unterstützung bekommt und so die Aufgabe gemeinsam meistern kann.“

„Wir sprechen unter der Woche sehr viel mit den Jungs. Am Ende wollen wir die Aufgaben aber nicht komplizierter machen, als sie es derzeit sowieso schon sind.“